Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Hankensbüttel


Butiru

Angesichts der jüngsten Nachrichten aus Butiru hatte der Kirchenvorstand entschieden, die Kollekte des Gottesdienstes am Reformationstag für die Arbeit des "Freundeskreises Christliche Sozialarbeit in Uganda" zu widmen. Als Reaktion darauf erreichten uns ein Dankesbrief und ein Bericht, die wir hier veröffentlichen.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zu weiteren Spenden finden Sie hier: http://www.butiru-freundeskreis.net/.


Brief aus Butiru

Butiru, 5. November 2018

Liebe Hankensbütteler Gemeindemitglieder.

Wir danken Euch sehr herzlich für 1.000,- € aus dem Hankensbütteler Diakoniefond und für die Kollekte während des Gottesdienstes am Reformationstag in Höhe von 1.339,- €. Dank dieser und anderer wunderbarer Spenden koennen wir den vom Erdrutsch betroffenen Kindern helfen. Etwa die Hälfte der Kinder auf diesem nächsten Foto haben beide Eltern, Geschwister und alles Hab und Gut verloren.  Bei anderen kam nur ein Elternteil ums Leben.

Es ist ein langer Weg, allen Überlebenden zu helfen.Dank Eurer wunderbaren Spenden konnten wir jetzt aber bereits 15 der kleineren Vollwaisen aufnehmen und mit allem Nötigen versorgen, und werden morgen noch weiter 15 nach Butiru holen können. Die restlichen Kinder haben noch Verwandte in der Gegend, wo sie erstmal unterkommen, wir helfen da aber auch mit Decken, Matratzen und Nahrungsmitteln.

Be blessed!

Aus Butiru grüßen herzlich

Elisabeth und Team

 


Bericht aus Butiru


Butiru, 24. Oktober 2018

Ein Bericht über die Situation entlang des Flusses Suume in Bududa

Gestern früh waren wir mit Mary, Peter und Titus sowie unserem vollgeladenen Kleinbus wieder nach Bukalasi unterwegs. Dort trafen wir unsere Lehrer aus Bushiyi, die weiterhin noch jeden Tag vor Ort helfen.

Viele Menschen aus Butiru hatten uns ihre Kleiderspenden mit gegeben, dazu konnten wir Dank Unterstützung aus Hankensbüttel und Umgebung weitere Sachen auf dem Second-Hand-Markt in Mbale kaufen, auch Haushaltsgegenstände und etliche Kisten Malariamedizin, Antibiotika, Verbandstoffe, Durchfallmittel u.a. Die Regierung hilft derzeit mit Maismehl.

Überall entlang des Suume-Flussverlaufes haben Menschen ihr Hab und Gut verloren und freuen sich über jeden Topf und über jedes Stück Kleidung. An vielen Orten ist starker Verwesungsgeruch. Die Geröllschichten müssen alle mit Hand bewegt werden und es scheint ein fast unmögliches Unterfangen. Am Montag konnte noch eine Leiche geborgen werden, die Gesamtzahl der tot Geborgenen liegt damit jetzt bei 63. Weil an dem Unglückstag in Bukalasi der wöchentliche Markttag statt fandt, zu dem auch viele Händler von außerhalb kommen, ist es sehr schwer die genaue Zahl der noch Vermißten zu nennen…überlebende Ortsansässige vermissen derzeit noch 89 Menschen.

Links ein Foto von dem verwüsteten Marktflecken Bukalasi. Hier starben neben Vieh über 100 Menschen, wovon ein Großteil noch in dem Geröll vermutet wird. Oben sieht man einige wenige verzweifelte Menschen noch nach ihren Verwandten suchen.

Es gibt viele schlimme Schicksale, hier nur ein paar Beispiele:

Sechs Geschwister befanden sich zur Zeit des Unglücks in der höher gelegenen Bukalasi Grundschule. Beide Eltern und ihr Zuhause mit allem Hab und Gut wurden von der Schlammflut weg gewaschen. Die Leiche der Mutter konnte geborgen werden, der Vater noch nicht. Esther und Margret (14 und 15 Jahre alt) verloren auch beide ihre gesamten Familien. Kalenda, eine alte hilflose Frau verlor ihre beiden Söhne mit Familien, die sich um sie gekümmert hatten.

Oben ein Foto aller überlebenden, jetzt verwaisten Kinder. Etwa die Hälfte verlor nur ein Elternteil. Wir nehmen jetzt erstmal die Kinder auf, deren Eltern beide verstarben und sind sehr dankbar für bereits 12 neue Patenschaften aus Hankensbüttel und Umgebung. Dann gibt es überlebende Witwen mit ihren Kindern, die keine Unterkunft mehr haben. Für diese würden wir gerne an sicherer Stelle neue Häuschen aus Lehm, aber mit festem Dach, bauen und eine neue Bleibe schaffen. Ein solches Häuschen mit notwendiger Einrichtung (2 Betten, 2 Matratzen, Haushaltsgeschirr) wird umgerechnet 500,- € kosten.

Es ist ein langer Weg, all den Überlebenden zu helfen. Wir danken Euch sehr herzlich für Eure wunderbare Hilfe dabei.

LG von Elisabeth, Mary, Peter und den Lehrern aus Bushiyi (auf dem letzten Foto mit rotem T-Shirt im Hintergrund, das ist Goefrey Owaju, Schulleiter Bushiyi...übrigends auch ein ehemals unterstütztes Waisenkind)




Mittagstisch

Der Mittagstisch der ev.-luth. Kirchengemeinde und des DRK Hankensbüttel wird stets am letzten Freitag eines Monats (Anmeldung dazu bitte bis zum Freitag davor) von 12.00 bis 13.30 Uhr angeboten. In dieser Zeit wird für jedermann ein Mittagessen gegen einen Kostenbeitrag in Höhe von drei Euro gereicht.

Zum Mittagessen sowie zur Nutzung des Fahrdienstes bitte im Kirchenbüro anmelden (Tel. 346).







 

Die O A S E

O - Ohne Gott geht gar nichts…

A - Aufatmen können…

S - Segen erfahren…

E - Erleuchtung erleben…

 

Zwischen Einkaufen und Nachhauseweg eine kurze Rast einlegen...immer donnerstags, von 10.00 - 10.30 Uhr (im Winter im Ludwig-Harms-Haus, im Sommer in der Pankratius-Kirche; und jeden 1. Donnerstag eines Monats im Seniorenzentrum an der Mühle, Mühlenstraße 5).

Das Team der OASE freut sich über Gäste, die Stille und Besinnung in Gemeinschaft suchen.

Helga Jansen, Greta Jung, Evelin Evers und Inge Piotter