Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Hankensbüttel
Zur Kirchengemeinde Hankensbüttel gehören zwei Kirchen: die St.-Pankratius-Kirche im Ort und die Klosterkirche in Isenhagen, einem Ortsteil von Hankensbüttel.


St. Pankratius, Hankensbüttel

St. Pankratius ist die älteste Kirche in der Heidmark. In einer kaiserlichen Schenkungsurkunde wird sie 1051 im Zusammenhang mit der ersten offiziellen Erwähnung von "Honengesbuthele" als Sitz eines Pfarrbezirkes beschrieben. Vermutlich wurde die Kirche also bereits vor der Jahrtausendwende erbaut.
Der Name der Kirche erinnert an einen jungen Märtyrer namens Pancratius, der während der Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Diokletian zu Beginn des vierten Jahrhunderts enthauptet wurde. Er zählt heute zu den sog. Eisheiligen.
Der Entstehungszeit entsprechend wurde zuerst ein romanischer Bau geschaffen, mit bis zu zwei Meter dicken Mauern. Darin gab es nur kleine Fenster, die wenig Licht in die Kirche fallen ließen. Ein Turm gehörte vermutlich immer schon zur Kirche. Nach rund 500 Jahren wurde das Gewölbe in der Gotik ersetzt. Durch das deutlich höhere Gewicht wurden die tragenden Seitenwände allerdings nach außen gedrückt. Um dem entgegenzuwirken, wurden Strebepfeiler an die Kirche gesetzt.
In den Deckengewölben sind gut erhaltene Malereien aus dem 15. und 18. Jahrhundert zu sehen. Sie stellen unter anderem das Paradies mit Bildern aus der Lüneburger Heide dar. Ein beeindruckendes und den Kirchraum beherrschendes Element ist ein Triumphkreuz, das vermutlich um 1230 entstand und aus einem Stück Eichenholz gefertigt wurde.
Auch das Geläut gehört zu den ältesten in der Region, eine der sieben Glocken wurde bereits um 1250 gegossen.




 




Verlässlich geöffnete Kirche
Die Pankratius-Kirche ist für Sie zur Einkehr und Besichtigung verlässlich geöffnet: von Ostern bis Erntedank eines jeden Jahres immer montags bis samstags von 8 - 12 Uhr.




Gang durch die Kirche

Im Eingangsbereich der Kirche stoßen Sie auf die ersten beiden Besonderheiten.
In den Boden des Vorraumes sind die Steine einer alten Taufstätte aus dem 1. Jahrtausend eingelassen.
Das Kirchenfenster beim linken Treppenaufgang zeigt St. Pankratius (er starb 304), den Namenspatron unserer Kirche.


Im Kirchenschiff, das Sie durch die Zwischentür erreichen, fällt zunächst das große Triumphkreuz ins Auge. Die Christusfigur wurde 1230 aus einem Stück Eichenholz gefertigt.
Darunter steht unser Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert. Der Taufstein wurde 1685 neu behauen und mit barocken Ornamenten versehen.


Rechts von diesem Ensemble findet sich die Kanzel von 1635.
Und der Altar ist auch bereits 300 Jahre alt, er stamt von 1706.



Sie sollten, wenn Sie bereits im Chorraum stehen, den Kopf in den Nacken legen und die Deckenmalereien betrachten. Seit etwa 1700 zeigen sie biblische Motive, darunter Hölle und Paradies, die jeweils an Heidelandschaften erinnern. Im vorderen Gewölbe lässt sich außerdem das sogenannte Himmelfahrtsloch entdecken.








Kloster Isenhagen

Das Kloster Isenhagen (Isenhagen gehört heute zu Hankensbüttel) ist ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster, das zwischen 1345–1350 entstand. Mit der Reformation wurde es 1540 zu einem evangelischen Damenstift. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Klosters.